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Das DZOI als zweitältester deutscher Implantologenverband legt in Zusammenarbeit mit Professoren der Georg-August Universität in Göttingen eine modular aufgebaute Curricularreihe auf, die sich besonders an den Bedürfnissen junger Assistenzzahnärzte und niedergelassener Zahnärzte orientiert. Die beteiligten Partner bilden einen Curricularvorstand. Dieser entscheidet über alle inhaltlichen, organisatorischen und personellen Fragen des Curriculums.

Das Curriculum baut auf kompakter, konzentrierter Vermittlung des theoretischen Stoffes im akademischen Blockunterricht auf und verwendet die freiwerdenden Zeitanteile für ein intensiviertes dezentrales Chairside – Teaching. Dadurch wird eine rasche Umsetzung des erworbenen Wissens in der eigenen Praxis ermöglicht.
Durch die Mentoren der DZOI Teaching-Praxen wird für die Teilnehmer eine Begleitung bis zur Erreichung des Tätigkeitsschwerpunktes Implantologie angeboten. Die Voraussetzung zur Aufnahme der Fortbildung ist die zahnärztliche Approbation und eine einjährige zahnärztliche Tätigkeit.

Das Curriculum besteht aus folgenden Modulen:

Modul 1 – Akademischer Blockunterricht

max. 10 Personen – 6 Tage an der Uni Göttingen (Mo – Sa à 9 Stunden)

Referenten

Modul 2 – Dezentrales Chairside – Teaching in der Praxis nach Wahl (5 Kurstage)

Referenten:
DZOI Teaching – Praxen. Die Hospitation soll die Begleitung implantologisch – prothetischer Behandlungen wie Befundaufnahme und Planung, Implantation, Nachsorge, Eröffnung, Weichteilmanagement, Abformung, prothetische Versorgung und Recall, Misserfolge und Misserfolgsmanagement ermöglichen. Der Hospitant kann die Termine frei wählen bzw. mit der entsprechenden Teachingpraxis abstimmen. Er hat selbst dafür Sorge zu tragen, dass alle vier Indikationsklassen behandelt werden. Es werden max. 5 Hospitationen abgehalten. Ein Hospitationstag hat den Umfang eines normalen Arbeitstages (ca. 8 Stunden) Der Teilnehmerkreis besteht in der Regel aus 3-5 Hospitanten. Die Hospitationen sind in einem Zeitraum binnen zwei Jahren in den jeweiligen Teachingpraxen abzulegen.

Modul 2a – Alternativ Intensivkurs in Chile oder Argentinien (1 Woche)

Alternativ kann ein 1-wöchiger 40-stündiger Intensivkurs Implantologie in Zusammenarbeit mit universitären Arbeitsgruppen in Argentinien und Chile belegt werden. Bei dem zweimal jährlich stattfindenden Kurs werden die Teilnehmer unter Leitung deutscher Curriculumsdozenten implantieren. In Zusammenarbeit mit Implantologen argentinischer und/oder chilenischer
Universitäten werden bei ausgewählten Patienten nach europäischem Standard Eingriffe verschiedener Schwierigkeitsgrade geplant und im Team durchgeführt.
Hospitationen und Supervisionen können in Chile oder Argentinien gegen eine zusätzliche Gebühr gemacht werden. Diese Hospitationen und Supervisionen können d o k u m e n t i e r t für das Abschlussgespräch bedingt herangezogen werden.

Modul 3 – Supervision – 1 Kurstag nach Wahl

Referenten:
DZOI Teaching – Praxen. Die Supervision erfolgt in der Regel in der Praxis des Kursleiters. Sie muss mit dem Mentor individuell abgestimmt werden. Während der Supervision implantiert der Teilnehmer unter Aufsicht des Mentors einen (eigenen) Patienten. Die Vorbereitung, Planung und rechtliche Beziehung liegt in der Hand des Kursteilnehmers. Die Supervision ist auch in der Praxis des Teilnehmers möglich und erfolgt ebenfalls nach individueller Abstimmung. Die Mehrkosten müssen vom Hospitanten zusätzlich an den Mentor bezahlt werden.
Die Arzt – Patient – Rechtsbeziehung besteht zwischen dem Kursteilnehmer, der die Supervision ablegt und dem mitgebrachten Patienten.
Die Aufklärung und Haftung obliegt dem Kursteilnehmer. Er kann die von ihm durchgeführte Behandlung seinem Patienten in Rechnung stellen. Der Kursteilnehmer kann seine benötigten Materialien mitbringen. Sachkosten für Implantate und verwendete Augmentationsmaterialien können nach Aufwand vom Supervisor dem Operateur berechnet werden. Die Supervisionsgebühr ist vom Hospitanten zu tragen. Verbandsmaterialien, Einmalartikel, Medikamente, Röntgenfilme, OP-Kleidung, OP-Nutzung oder ähnliches können dem Kursteilnehmer nicht in Rechnung gestellt werden.
Die Supervision ist in einem Zeitraum binnen zwei Jahren in den jeweiligen Teachingpraxen abzulegen.

Modul 4 – E-Learning

Das Modul E-learning dient der selbständigen Vor- und Nachbereitung der curriculären Themen sowie der Fallplanung und Falldokumentation von virtuellen Patienten. Das Modul entlastet die Teilnehmer von der Präsenzpflicht in Lehrveranstaltungen. Mit einem seit 2002 an der Universität Göttingen benutzten speziellen Visualisierungs- und Planungsprogramm ImPlan wird u.a. die systematische Anamnese- und Befunderhebung, das Bonemapping und die präzise dreidimensionale Planung
implantatchirurgischer Maßnahmen simuliert. Zu Übungsaufgaben können über das Internet bearbeitet werden. Mit Hilfe von ImPlan können auch eigene Patienten übersichtlich dokumentiert und für das kollegiale Abschlussgespräch vorbereitet werden. Die Zugangsdaten für das E-Learning-Programm werden nach dem Blockunterricht auf Wunsch per E-Mail zugesandt.

Modul 5 – Kollegiales Abschlussgespräch

Als Voraussetzung für die Zulassung zum Abschlussgespräch ist der Nachweis über die Teilnahme an den Abschnitten 1-4, sowie die Vorlage der Dokumentation von 8 selbst versorgten und lt. Vorgaben dokumentierten implantologischen Fällen aus mindestens drei der vier Indikationsklassen. Diese sind:

I Einzelzahnersatz
II Reduzierter Restzahnbestand
III Freiendsituation
IV Zahnloser Kiefer

Eine CD mit den Vorträgen der Referenten und für Ihre Dokumentation der Fälle für das Abschlussgespräch (Implan und E-Learnign Programm) erhalten Sie nach dem Blockunterricht. Ihre 8 Fälle müssen spätestens 4 Wochen vor dem Termin zum Abschlussgespräch bei der Geschäftsstelle eingereicht werden.
Nach dem Abschlussgespräch erhält der so fortgebildete Zahnarzt ein Zertifikat über die erfolgreiche Absolvierung des „Curriculum Implantologie“. Sollte das Abschlussgespräch zu keinem positiven Ergebnis führen, müssen acht neue Fälle eingereicht werden und der Curricularausschuß entscheidet, ob vor der neuerlichen Prüfung eine zusätzliche Supervision zu absolvieren ist.

Download dzoi_2013_modulbeschreibung_curriimplant.pdf - 5 MB