Gemeinschaftskongress von DZOI und DIZ 2014 in Detmold

Ende November 2014 hatten das DZOI und das Deutsche Implantologie Zentrum e. V. (DIZ) nach Detmold zu einem gemeinsam Symposium eingeladen. Das Motto der Veranstaltung “Realistische Einstiegskonzepte in die Implantologie: Chirurgie, Prothetik, Nachsorge – praxisnah vermittelt“ lockte zahlreiche Teilnehmer.

Im Vortragsprogramm am Samstag wurden Themen rund um die Implantologie und das Praxismanagement aufgegriffen. Darunter 3D-Techniken, Praxisbegehung, Neues Patientenrechtegesetz, 3D-Kieferkammrekonstruktion, Socket Preservation 2.0, Leitungsanästhesie, Factoring und Versicherungslösungen.

Auch die Industrieausstellung kam gut an.

22. DZOI-Jahrestagung: DZOI tagte in Bonn

Rund 120 Teilnehmer besuchten die Jahrestagung

Rund 120 Teilnehmer besuchten die Jahrestagung

Das Deutsche Zentrum für orale Implantologie e. V. (DZOI) hatte am 23. und 24. November 2012 zu seiner 22. Jahrestagung nach Bonn eingeladen. Höhepunkt der Veranstaltung war ein Schlagabtausch zum Thema Knochenaugmentation an dem unter anderem Prof. Dr. Elmar Esser, Dr. Bernd Giesenhagen, Prof. Dr. Wolf-D. Grimm, Prof. Dr. Fouad Khoury, Prof. Dr. Hanns Plenk und Dr. Mathias Plöger teilnahmen. „Wir haben uns für dieses Thema entschieden“, erläuterte DZOI-Präsident Dr. Helmut B. Engels, „weil es hier immer noch viele Fragen und wenige Untersuchungen gibt.“

DZOI-Präsident Dr. Engels begrüßt die Teilnehmer

DZOI-Präsident Dr. Engels begrüßt die Teilnehmer

Welche Behandlungsmethode der Knochenaugmentation zu bevorzugen sei, beantwortete Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Hanns Plenk aus Österreich bereits im Vorfeld: „Von meinem theoretischen Standpunkt als Knochen- und Biomaterialforscher aus wird klar, dass es nicht nur ein möglichst optimales Knochenersatzmaterialkonzept für alle unterschiedlichen Anwendungen geben kann. Eine wesentliche Botschaft für alle praktisch-klinischen Anwender besteht in der Empfehlung, das jeweils bevorzugte Knochenersatzmaterial vom materialkundlichen Standpunkt auf Logik und Nachprüfbarkeit zu beurteilen, und dann die eigene Vorgangsweise möglichst optimal zu dokumentieren, um sie selbst hinterfragen und mit anderen Dokumentationen vergleichen zu können.“

Eine hochwertige Industrieausstellung.

Eine hochwertige Industrieausstellung.

Vielfältiges Themenspektrum und freundschaftlicher Austausch

Das Themenspektrum der 22. DZOI-Jahrestagung war darüber hinaus vielfältig und reichte von Fragen rund um die digitale Abformung und Sedierung über neue Studienergebnisse zu „Mini Dental Implants“, den Einsatz von Kurzimplantaten bei kieferorthopädischen Behandlungen und Indikationen für soziale Fälle bis hin zu postoperativen Komplikationen beim Sinuslift sowie Implantologie bei Explosionsverletzungen. Vorträge und Working Groups, die eher die Praxisführung betreffen, beschäftigten sich mit Abrechnungsfragen, der neuen GOZ und Marketingaspekten. „Unsere Jahrestagung ist immer auch eine wichtige Plattform für den freundschaftlichen Austausch der Mitglieder untereinander. Und da blenden wir auch die Sorgen der Kollegen nicht aus. Vielmehr diskutieren wir über Lösungswege. Denn nur die Gemeinsamkeit macht stark“, betonte DZOI-Präsident Dr. Helmut B. Engels in seiner Begrüßung. Josef Pertl, Leiter der DZOI-Geschäftsstelle, ergänzte im Anschluss an die Veranstaltung: “Besonders überzeugt hat die Teilnehmer die hohe Qualität unserer zu großen Teilen industrieunabhängigen Referenten. Aber auch von den Industrieausstellern haben wir sehr positive Rückmeldungen erhalten.“

Masterschüler des DZOI

Masterschüler des DZOI

Termine für Masterstudiengang 2013 stehen fest

Im Rahmen der Tagung gab der Fachverband auch die aktuellen Termine für den Master of Science oral Implantology and Function bekannt. Die Masterausbildung des DZOI wird als Fortführung des Curriculums Implantologie angeboten und in Kooperation mit der Universidad de la Frontera (UFRO) in Temuco/Chile durchgeführt. Das erste Semester findet vom 04. bis 17. März 2013 in Chile, das zweite vom 16. bis 28. September 2013 in Göttingen statt. Die postgraduale Ausbildung dauert insgesamt zwei Jahre, das heißt innerhalb von vier Semestern finden die praktischen und theoretischen Lehrveranstaltungen statt. Drei Teilnehmer haben den DZOI-Masterstudiengang bereits begonnen. Ihre Motivation formulierten sie kürzlich so: Der Master bringt eine intensive Auseinandersetzung mit der Implantologie, ist eine sichtbare Spezialisierung für die Patienten und leistet eine Qualifizierung für schwierige Behandlungsfälle.

Working-Group-Teilnehmer

Working-Group-Teilnehmer

Gleiche Mehrwertsteuer von 7 Prozent für Implantate und Aufbauten gefordert

Bereits Anfang dieses Jahres hatte DZOI-Präsident Dr. Engels gefordert, dass Implantologie preiswerter werden muss. Seit über 20 Jahren ist er in diversen implantologischen DIN und ISO Gremien als stimmberechtigtes Mitglied aktiv und war auch bei einer Sitzung des DIN Arbeitsausschusses “Dentalimplantate“ im Januar 2012 in Basel dabei. Hier war der Beschluss gefasst worden, dass der Implantataufbau Bestandteil des Implantatsystems ist und somit die bisher teils übliche Praxis von der unterschiedlichen Besteuerung des Implantatkörpers mit 7 Prozent und der Aufbauten mit 19 Prozent nicht mehr gerechtfertigt ist. „Doch bis heute hapert es an der Umsetzung durch die Industrie, die diese normenbedingte Beschlussfassung mit ihrem Betriebsfinanzamt auf den Weg bringen muss“, sagte Engels am Rande der Jahrestagung. Hier bleibt jetzt nur noch die Möglichkeit, am besten durch die Bundeszahnärztekammer, über das Bundesfinanzministerium einen generellen Erlass bzw. eine Verordnung zu erwirken.

Spannende Vorträge.

Spannende Vorträge.

Steigende Belastungen wirken sich existenzgefährdend für Zahnärzte aus

Kritisch beurteilt Dr. Helmut B. Engels die steigenden Belastungen der Zahnarztpraxen für die Hygienekosten. Bereits 2008 hatte das Institut der deutschen Zahnärzte (IDZ) in einer Studie ermittelt, dass diese für eine Einzelpraxis mit ca. 55.000 Euro und bei einer Gemeinschaftspraxis pro Inhaber mit ca. 40.000 Euro zu Buch schlagen. „Natürlich hat die Sicherheit unserer Patienten oberste Priorität“, so Engels und es sei deshalb zu begrüßen, dass sich die Maßnahmen zur Infektionsprävention, wie eine IDZ-Studie 2010 ergeben hatte, in den letzten zehn Jahren erheblich verbessert hätten. „Dennoch ist angesichts dieser hohen Belastungen bei gleichzeitig von Jahr zu Jahr sinkender Realeinkommen so mancher Zahnarzt bald am Rand seiner Existenz angekommen“, führte Engels aus. Der DZOI-Präsident spricht sich deshalb dafür aus, eine Hygienepauschale zu erheben. Die Belastungen durch die zahlreichen Verordnungen, z. B. des Robert-Koch-Institutes (RKI), können nicht weiter von den Zahnärzten kostenlos erbracht werden.

Vielfältiges Themenspektrum.

Vielfältiges Themenspektrum.

DZOI-Präsident in die Jury des Health Media Award 2013 berufen

In diesem Jahr gehörte das DZOI mit seiner Website zu den Preisträgern des Health Media Award. 2013 engagiert sich der Präsident des Fachverbandes in der Jury des Wettbewerbs. Ausgezeichnet werden hierbei besondere Leistungen in der Gesundheitskommunikation. „Die Zahnärzteschaft hat sich in vielfältiger Weise modernen Kommunikationsmöglichkeiten geöffnet“, begründete Dr. Helmut B. Engels sein Engagement. „Ich freue mich deshalb, dass der Health Media Award im kommenden Jahr mit der Sonderkategorie ‚Deutschlands beste Zahnarzt-Website‘ ein besonderes Schlaglicht auf diese Aktivitäten wirft.“

21. DZOI-Jahreskongress

21. DZOI-Jahrestagung fand am 02./03. Juni 2011 in München statt – Dr. Dr. Jürgen Weitkamp zum Ehrenmitglied des Fachverbandes ernannt

Landshut/ München, 15. Juni 2011. „Jahreskongresse werden wir immer machen“, betonte DZOI-Präsident Helmut B. Engels zum Auftakt der 21. Jahrestagung des zahnmedizinischen Fachverbandes. Am 02. und 03. Juni 2011 hatte das Deutsche Zentrum für orale Implantologie e. V. nach München eingeladen. Unter den beeindruckenden Kronleuchtern des Tagungssaals im Hilton München Park trafen sich auf Implantologie spezialisierten Zahnärzte aus ganz Deutschland. Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, ehemaliger Präsident der Bundeszahnärztekammer, wurde zum Ehrenmitglied des DZOI ernannt.

Foto: Oemus Media

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Sonst ein Freund der freien Rede, las der DZOI-Präsident die Laudatio für das neue Ehrenmitglied des Fachverbandes ab: „Lieber Herr Kollege Weitkamp“, so Dr. Helmut B. Engels, „ihr erfolgreiches Wirken in der Zahnmedizin und ihre Verdienste um unseren Berufsstand sind so vielfältig, dass ich die Würdigungen und Auszeichnungen nicht alle auswendig lernen konnte.“ Das sechste Ehrenmitglied des DZOI neben u. a. Prof. Dr. mult. Hans Georg Jacobs und Prof. Dr. Dr. Wilfried Engelke ermutigte die Zuhörer dazu, in Bezug auf die Politik nicht defätistisch zu sein, sondern sich im Gegenteil, im Geiste bis zum letzten Moment zu engagieren und die Anliegen der Zahnärzteschaft immer wieder zu äußern. Das DZOI sei für ihn, so Dr. Dr. Weitkamp weiter, der Verband, in dem das kollegiale Miteinander ganz groß geschrieben würde.

Foto: Oemus Media

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Die Schwerpunktthemen der 21. Jahrestagung waren: Kieferhöhle – Risikomanagement und Fehlervermeidung in der Implantologie, Wirtschaft – Die Praxis bzw. Klinik der Zukunft sowie Implantologie – von Sinuslift-Konzepten über Laser bis hin zum CMD-Patienten.

Podium Kieferhöhle
Das Podium Kieferhöhle war mit Prof. Dr. Klaus U. Benner, Germering, der auch Demonstrationen am Humanpräparat durchführte, Prof. Dr. Hans Behrbohm sowie Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffan G. Köhler, beide aus Berlin, und unter der Moderation von Prof. Dr. Kurt Vinzenz, Wien, hochkarätig besetzt. Nachdem es in einem ersten auch historischen Überblick um die Anatomie und Funktion der Kieferhöhle ging, wurde im folgenden Vortrag die Frage „Implantate und Sinusitis – was tun?“ beantwortet. Nach dem Thema „Kieferhöhlenbefunde – Sinuslift ja oder nein?“ folgte die Podiumsdiskussion zum Risikomanagement und zur Fehlervermeidung in der Implantologie rund um die Kieferhöhle.

Podium Wirtschaft
Nach einer Pause, die die Teilnehmer dazu nutzten, sich in der Industrieausstellung über innovative Produkte und Verfahren zu informieren, begann um 16.45 Uhr das Podium Wirtschaft. Wie die Zahnarztpraxis der Zukunft aussehen wird, Einzelpraxis oder interdisziplinärer Dienstleistungsbetrieb, darüber sprach Dr. Michael Sachs aus Oberursel. Prof. Dr. Thomas Sander aus Hannover führte das Thema „Die Zahnarztpraxis als Marke aus“ und RA Jens Pätzold aus Bad Homburg erläuterte die rechtlichen Grundlagen der Verlangensleistungen. Die Talkrunde zum Podium Wirtschaft, moderiert von Dr. Torsten Hartmann aus Düsseldorf, fand dann während der Get-together-Party der 21. DZOI-Jahrestagung statt.
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Foto: Oemus Media

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Ein lebendiger Austausch entstand dabei unter den zahlreichen Gästen rund um das Thema Wirtschaftlichkeit. Großen Eindruck machte dabei der Vortrag von Dr. Michael Sachs, der über eine Kostenanalyse aufzeigte, dass aufgrund der allgemeinen Kostensteigerungen und nach Abzug aller Kosten, dazu zählen auch die privaten Krankenversicherungen und Rentenbeiträge, das Nettoeinkommen nach Steuer im Monat ca. 1.200 Euro beträgt. „Dafür können Sie noch nicht einmal einen zahnärztlichen Assistenten den Beruf schmackhaft machen“, so Sachs. In einem weiteren Rechnungsbeispiel entstand sogar ein Negativeinkommen. Trotz dieses kritischen Blicks auf die Wirtschaftlichkeit klang der Abend schließlich bei ausgelassener Stimmung und kulinarischen Genüssen aus.

Podium Implantologie
Der zweite Kongresstag, Freitag der 03. Juni 2011, stand ganz im Zeichen der Implantologie. Von 9.00 Uhr morgens bis zur Abschlussdiskussion um 16.15 Uhr konzentrierten sich die Zahnmediziner auf ihren Behandlungs-schwerpunkt. Prof. Dr. Dr. Wilfried Engelke, Leiter des Curriculums Implantologie an der Universität Göttingen, referierte zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Ramon Fuentes Fernandez aus Chile über die minimalinvasive Zahnentfernung. In Kooperation mit der Universidad de la Frontera (UFRO) in Temuco/Chile setzt das DZOI zurzeit einen Masterstudiengang um, der mit dem Herbstcurriculum Implantologie vom 26.09. bis 01.10.2011 starten wird.
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Erkenntnisse zu Knochenaufbau und -regeneration mit einem synthetischen Hydroxylapatatit der neuen Generation erläuterte Priv. Doz. Dr. Dr. Arwed Ludwig aus Kassel. Zu den weiteren Referenten gehörten unter anderen Dr. Helmut Steveling aus Gernsbach, der über die Ästhetik durch patientenindividualisierte Abutments sprach und Dr. Olaf Petersheimer, Mühlhausen, der Hightech und Nature in der Implantologie beleuchtete. Diskutiert wurde abschließend im Podium Implantologie vor allem die Frage: „Welches Augmentationsmaterial ist nun das Beste?“ Der Trend zeigte eindeutig auf die künstlich hergestellten Materialien.

„Das Fehlen eines Zahnes ist eine Krankheit“, hatte DZOI-Präsident Dr. Hel-mut B. Engels bereits in seiner Begrüßungsrede aus dem Zahnheilkundegesetz von 1952 zitiert. Wie diese Krankheit mittels Implantaten zeitgemäß und zum Vorteil des Patienten geheilt werden kann, darüber tauschten sich die Teilnehmer der 21. DZOI-Jahrestagung intensiv aus. Der Termin für die 22. Jahrestagung des zahnmedizinischen Fachverbandes steht bereits fest: Es ist der 07. und 08. Juni 2012. Veranstaltungsort ist Bonn.
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Bild: Oemus Media

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